Wochenrückblick_3 von marc

TKKG, Folge 179: Der Grüngutdieb

1. Dies wird der erste Wochenrückblick sein, in dem ich mich nicht offensichtlich über Tim Wiese oder Kevin Großkreutz lustig machen werde. Dieser Schritt ist mir allerdings sehr schwer gefallen und ich erwarte im Gegenzug, dass ihr diese Entscheidung entsprechend würdigt. Spenden ab vierstelliger Höhe werden auf dem Konto „ Tim Wiese spielt Champions-League die ganze Nacht, auf der PS3, von 12 bis 8“ entgegengenommen. Verdammt, ich hab es schon wieder getan. Sakradi!

2. In Düsseldorf wird der Elfmeterpunkt vermisst. Hinweise bitte an die Polizei.

3. Jetzt ist es also amtlich. Der „etwas andere Wochenrückblick“ verliert mit Michael Preetz in der kommenden Saison seinen Primärproduzenten für lustige Geschichten. Da ich euch allerdings auch in Zukunft unterhalten möchte, habe ich mich mal nach ein paar möglichen Nachfolgern des Berliner Managers umgesehen. Weitere Vorschläge sind übrigens herzlich willkommen!

· 4. Gerald Asamoah: Bitte nicht falsch verstehen. Ich halte Asamoah für einen durchaus sympathischen Spieler. Allerdings kann es doch kein Zufall sein, dass ausgerechnet immer dann Rassismus-Vorwürfe im deutschen Fußball aufkommen, wenn der gute alte Gerald auf seine Freunde aus „Lüdenscheid“ trifft. Deshalb hier ein offizieller Aufrufs meinerseits: Liebe DFL, bitte setzt das Spiel Fürth-Dortmund im Spielplan so früh wie möglich an. Ich brauch mehr Stoff für meine Storys!

· 5. Christoph Daum: Wo wir gerade bei Stoff sind. Trainer-Legende Christoph Daum hat vergangene Woche seinen Job beim FC Brügge gekündigt, da ihm eingefallen ist, dass er plötzlich doch wieder viel lieber in Deutschland arbeiten möchte als im blöden Belgien. Die Kölner können aber schon mal durchatmen. Ihr Trainerstuhl ist ja mit Holger Stanislawski für das nächste halbe Jahr schon mal hervorragend besetzt. Für die treuen Hertha-Anhänger könnte es nach dem gestrigen Abstieg (Übrigens großes Kompliment an die Unterstützung der Fans, die diese Mannschaft eigentlich gar nicht verdient hat) allerdings noch bitterer kommen. Angeblich soll Michael Preetz nämlich an Daum als Rehhagel-Nachfolger interessiert sein. Daum und Preetz zusammen auf einer Trainerbank. Kopfkino. Berlin. Ein Mekka für den etwas anderen Wochenrückblick

 

Christoph Daum wurde von seiner Mutter nie geliebt. Dafür von seinem Vater umso mehr. Jede Nacht.

· 6. Eintracht Frankfurt: Ich weiß zwar nicht wieso, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass uns auch die Eintracht das ein oder andere Mal im Wochenrückblick der nächsten Saison begegnen wird. Mal schauen, was sich die Fans oder die Spieler oder der Trainer oder der Vorstand oder der Adler dieses Jahr so einfallen lassen. Plätzstürme sind übrigens oldschool und mainstream geworden, liebe Eintracht-Fans. Lasst euch gefälligst was anderes einfallen!

· 7. Änis Ben-Hatira: Ich bin jetzt einfach mal optimistisch und hoffe, dass Ben-Hatira im Sommer einen neuen Bundesligaverein finden wird. Denn mit seiner fußballerischen Klasse gehört er einfach in die Beletage des deutschen Fußballs. Und mit seinen an Schlauheit kaum zu überbietenden Interaktionen in den Wochenrückblick! Ben -Hatira kann sich nämlich bei den Düsseldorfer Fans (Und solchen Leuten darf ich später mal Hatz IV bezahlen. Da freut man sich doch richtig auf den 18.Geburtstag) bedanken, dass sein völliges unnötiges Foul an der Mittellinie, das zur Gelb-Roten Karte führte, nicht als „dämlichste Aktion des Abends“ durchgeht. Nach dem Spiel soll er seiner Mannschaft Gerüchten zufolge angeboten haben, als Entschuldigung für seinen Platzverweis Christian Lell im Training erneut die Fresse zu polieren. Das Team nahm natürlich dankend an. Wenigstens eine positive Nachricht für die Berliner in dieser tristen Frühlingswoche.

Änis Ben-Hatira hat gerade seinen geistigen Tageshöhepunkt

8. Auch nach dem Spiel gestern Abend ging es heiß her: So soll nämlich der „fairste Spieler seit dem 2.Weltkrieg“ Levan Kobiashvili den Schiri im Kabinentrakt vermöbelt haben. Da Kobiashvili allerdings so lammfromm ist wie Ranisav Jovanovic im gegnerischen Strafraum eine Minute vor Schluss, muss es natürlich einen Auslöser für diese kaum mögliche Handlung geben. Und der ist schnell gefunden: So soll nämlich- wie könnte es anders sein- Lell einige Minuten zuvor seinen Gegenspieler Assani Lukimya angespuckt haben. Bei so viel Feindseligkeit innerhalb der Mannschaft konnte sich dann auch irgendwann der mit dem Friedensnobelpreis ausgestattete Georgier nicht mehr beherrschen. Schiri Wolfang Stark verzichtet übrigens auf eine Anzeige. Er hat verständlicherweise keine Lust mehr darauf, sich weiterhin mit Berliner Spielern auseinandersetzen zu müssen. Glück gehabt, Herr Kobiashvili. Damit dürfte es bei der viermonatigen Spielsperre bleiben.

9. Auch das Verhalten mancher Düsseldorfer Spieler nach dem Abpfiff ist nicht zu tolerieren. So soll sich zum Beispiel nach der Begegnung Fortuna-Akteur Andreas Lambertz tatsächlich getraut haben, einen völlig ungefährlichen Bengalo hochzuhalten, ohne irgendwelche ganz bösen Absichten gehabt zu haben! So ein Lump!

10. Die Düsseldorfer Polizei hat uns gerade eine Sprachdatei zukommen lassen. Sehr interessant, was darauf zu hören ist.

Düsseldorf-Ordner: „Hilfe, Hilfe, der Rasen hier ist kaputt.“
Unbekannter: „Lassen sie mich durch, ich bin Greenkeeper.“
Der Unbekannte entfernt das Stück Rasen am Elfmeterpunkt und nimmt es mit.
Düsseldorf-Ordner: „ Jetzt ist der Rasen ja ganz weg. Sind die wirklich Greenkeeper?“
Unbekannter: „ Das hab ich nie behauptet. Und man wird ihre Fingerabdrücke am Elfmeterpunkt finden.“
Nicht zu identifizierende Stimme aus dem Hintergrund: „ Seien sie vernünftig, sie müssen fliehen! Und verschaffen sie sich ein wasserdichtes Alibi“
Unbekannter geht ab. Tom Bartels fängt an zu weinen.


Die Beweislage ist erdrückend. Dieser Grüngutdieb ist allerdings untergetaucht. Ein Fall für TKKG!

11. So. Genug Düsseldorf-Hertha. Kehren wir zum zweiten wichtigen Spiel der vergangenen Woche zurück. Borussia Dortmund hat nämlich den großen FC Bayern München im Pokalfinale von Berlin (Verdammt, diese Stadt nervt langsam) mit 5:2 eliminiert und deklassiert. Den Bayern passt diese Niederlage vor dem Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea natürlich gar nicht. Dass man allerdings nach der Partie in Form von Philipp Lahm behauptet, man sei „die bessere Mannschaft gewesen“ geht gar nicht. Wenn ich wirklich mal keine Idee für den Wochenrückblick mehr haben sollte, lese ich glaub‘ ich Lahms Biografie „Der feine Unterschied“. Solche blödsinnigen Zitate sind immer zu gebrauchen.

12. Ich hatte eigentlich vor, mehr vom Pokalfinale zu berichten. Doch meine Erinnerungen sind leider etwas brüchig, war dann wohl doch das ein oder andere hochprozentige Colaweizen zu viel. Wer aber noch bisschen weiterlachen will, soll sich einfach noch mal die Zusammenfassung der Partie angucken und dabei vor allem auf die Slapstickeinlagen der Münchener Defensive achten.

Überragend! Goaht nunder wie Wasser!

13. Zitat der Woche
„ Das Momentum ist heute nicht auf der Seite der Hertha“ (Relegations-Hinspiel)
Tom Bartels hat zu viel Fifa gezockt

14. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle an alle Fortuna/Daum/Lell oder TKKG-Fans: Nicht alles, was ich hier geschrieben habe, ist meine objektive Meinung. So ist Düsseldorf nämlich zum Beispiel meine Zweitlieblingsmannschaft. Also bitte nicht alles so ernst nehmen

Marc Hauser

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